Die Produzenten von denen yocafe.ch den Rohkaffee bezieht sind FLO-(Fairtrade) und Bio-zertifiziert. Die Bestrebungen der Kaffeebauern gehen jedoch noch weit darüber hinaus. Die Nachhaltigkeit und die Qualität sind dabei stets ein zentrales Element. Wir überzeugen uns selbst bei den Kaffeebauern über ihr Empfinden im Zusammenhang mit dem Kaffeepreis.

Direkt und persönlich gehandelt – gerechte Produzentenpreise

yocafe.ch vereinbart persönlich und direkt mit Kaffeekleinproduzenten den Verkaufspreis der Produkte und bezahlt gerechte Preise. Die für Kleinbauern oftmals existenzbedrohenden Preisschwankungen und tiefen Produzentenpreise, welche durch den Weltmarkt diktiert werden, als auch der Zwischenhandel, werden auf diese Weise umgangen. Nur so bekommen unsere Produzenten einen gerechten Preis für ihr Qualitätsprodukt.
Gleichzeitig garantiert der direkte Handel den Fortbestand einer nachhaltigen Produktionsweise und bringt Kaffeeproduzenten und Konsumenten näher zueinander.

Anbau in Mischkulturen ohne Pestizide und chemischen Dünger

Der Kaffee wächst in einer Mischkultur zwischen Orangen-, Avocado-, Limetten- und Holzbäumen, Bananen, Kochbananen und anderen hochwachsenden Pflanzen. Eine solche Mischkultur speichert mehr CO2 als eine Monokultur. Die hohe Qualität und der unvergessliche Geschmack entfaltet unsere Arabica-Spezialität durch den Anbau in einer Mischkultur; die hochwachsenden Pflanzen spenden dem Kaffee den nötigen Schatten, schützen Kaffeepflanzen und Boden vor starkem, direktem Niederschlag und helfen mit, die Fruchtbarkeit des Bodens aufrecht zu erhalten. Gleichzeitig dienen die Erzeugnisse der Schatten-spendenden Pflanzen den Kaffeeproduzenten und ihren Familien als Nahrungsgrundlage.

Zur Düngung des Kaffees verwendet unsere Partnerkooperative ausschliesslich Biodünger. Auch die vom Schälprozess übrig bleibende Pulpe wird später als natürliches Düngermittel verwendet.
Unkraut wird ganz traditionell mit der „Machete“ geschnitten. Pestizide und chemischer Dünger sind tabu.

Im Weiteren sind unsere Partner darauf bedacht, beim Verarbeiten der Kaffeekirschen den Wasserverbrauch möglichst gering zu halten.

Ernte und Weiterverarbeitung

Bei der Ernte wird auf Fairness und Qualität geachtet. In Marcala beginnt die Ernte meist im Dezember und endet gegen März. Während dieser Zeit sind die Kaffeebauern angewiesen auf Erntehelfer. Früh morgens machen sie sich gemeinsam auf den Weg zu den hoch gelegenen Fincas.

Zuerst werden überreife und reife Kaffeekirschen gepflückt, danach kommt die Haupternte und zuletzt die Nachernte, wo die restlichen Kaffeekirschen geerntet werden. Zu jeder Zeit haben die Pflücker zwei Säcke bei sich, um die Qualität bereits bei der Ernte zu selektionieren.

Nach der Ernte wird darauf geachtet, dass die geernteten Kirschen weder an der direkten Sonne, noch neben anderen Produkten gelagert werden, die den Kaffee geschmacklich beeinflussen könnten.

Die übrig bleibende Pulpe wird später als natürliches Düngemittel verwendet.

Mehr Lohn für die Mitarbeiter bei der Qualitätsselektion

Der Rohkaffee wird vor dem Verlad noch einmal nach Qualität selektioniert. Diese Arbeit wird hauptsächlich von Frauen bewerkstelligt. In Handarbeit werden die schlechten Kerne aussortiert. Bei diesem Arbeitsschritt werden die Mitarbeiter nach der Menge des selektionierten Rohkaffees bezahlt. Dadurch, dass bereits bei der Ernte eine erste Selektion stattgefunden hat, können die Mitarbeiter schneller den Rohkaffee selektionieren und erhalten dadurch einen besseren Lohn als bei einem unsorgfälltig geernteten Kaffee.

Traditionell in Einsiedeln geröstet

Um der besonderen Herkunft unserer Kaffees gerecht zu werden, wird er sortenrein bei der Kaffeerösterei Dreiherzen in Einsiedeln nach traditioneller Art schonend geröstet. Anders als bei einem industriell gerösteten Kaffee, wurde das Röstverfahren der Sorte angepasst und der Kaffee wird langsamer und in kleinen Mengen geröstet. Auf diese Weise entstehen weniger Bitterstoffe.